Was ist das Plenum?

Das Transition-Plenum trifft sich einmal im Monat,  jeden 2. Montag im Monat, um 19.00 Uhr im Mehrgenerationenhaus der Geschwister-Gummi-Stifung in der Negeleinstraße 5 in Kulmbach

 

In entspannter Atmosphäre ist jedE willkommen, sich über aktuelle Transition-Projekte und Themen zu informieren, sich zu vernetzen und sich zu engagieren, sich Rat zu holen..JedE kann zum Beispiel einen kurzen Redebeitrag anbieten über etwas, was sie oder ihn bewegt, interessiert, begeistert, empört, …

Daraus entstehen neue Gruppen, die dann gemeinsam an einem Strang ziehen können. Das Plenum lebt von den Menschen, die kommen, dabei sind, sich einbringen.

Deine Teilnahme ist vollkommen freiwillig, auch wenn du bei Transition mitarbeitest. Du kommst, wenn du einen Rat brauchst, wenn du eine Idee vorstellen willst, wenn du die Gemeinschaft Gleichgesinnter genießen willst oder ähnliches.

Es entwickeln sich in vielen Bereichen des öffentlichen und gemeinschaftlichen Lebens wichtige und notwendige Veränderungsprozesse, die unsere Gesellschaft mehr und mehr aufzubrechen beginnen.

  

Wir freuen uns zusammen aufs gemeinsame Hören, Lernen, Sprechen, Mitfühlen, Fähigkeiten Einbringen und Erlernen, Teilhabenlassen, Zusammensein, Neugierig-Sein, Entwickeln…

 

Einfach.Jetzt.Kommen. 

 

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Plenumstermine

Nächstes Plenum

10.2.2020, 19.00 Uhr

in den Räumen der Geschwister-Gummi-Stiftung

Negeleinstraße 5 in Kulmbach

 

Rückblick auf die Einweihungsfeier am 9.12.2019 in unseren neuen Räumen im Haus der Geschwister-Gummi-Stiftung

Ein paar Bildimpressionen von unserer gut besuchten Einweihungsfeier, bei der sich die Gäste während einer Führung einen Eindruck von den zahlreichen Räumlichkeiten des Mehrgenerationenhauses verschaffen konnten.

Wir wünschen euch allen ein glückliches Jahr 2020

Gedanken  von Jonathan, 17 Jahre, Dezember 2019

 

 Politiker sind von Bürgern gewählte Volksvertreter. Ich finde es ist an der Zeit, dass sie so handeln: zum Rathaus oder zu Terminen laufen oder mit dem Rad fahren, die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen und falls keine fahren, sich dafür einsetzen, dass es welche gibt. Ich will Herrn Uome auf der Mitfahrbank sitzen sehen, ich will Herrn Bosch morgens vom Rad steigen sehen, ich will Herrn Söllner mit dem Zug von Kulmbach nach Bayreuth fahren sehen.

 

Ich will Politiker (und Bürger) mit mitgebrachten Behältern Unverpacktes beim Metzger einkaufen sehen, mit mitgebrachtem Brotbeutel beim Bäcker, mit eigenen Taschen oder Rucksack in lokalen Buchhandlungen und Geschäften.

 

Ich will sehen, dass sie ihren Energie verschwendenden Lebensstil einschränken, auf elektrische und elektronische Geräte verzichten, Licht ausschalten, im Winter den Kühlschrank ausschalten und die Lebensmittel auf der Fensterbank lagern, Anteile an der Solidarischen Landwirtschaft zeichnen, Second Hand Kleidung tragen und auf Duftstoffe und Reinigungsmittel verzichten.. Ich will sehen, dass sie in ihrem eigenen Wohnumfeld Bäume, Büsche und Gemüse pflanzen, mit dem Rechen Laub zu Igelverstecken schichten, dicke Pullis tragen statt zu heizen, duschen statt zu baden, Geschenke in Altpapier statt in Plastikfolie verpacken. Ich will sehen, dass sie weniger konsumieren, Altes weiter verwenden, Leitungswasser im Glas trinken statt „Luxuscoffee to go“ im Pappbecher mit Plastikdeckel.

 

Ich will erleben, dass sie sofort jetzt umfassend und durchschlagend Einfluss nehmen auf Industrie und Wirtschaft, die Energie verschwendende Produktion überflüssiger Luxusgüter einzustellen, die Umweltverschmutzung zu beenden. Ich will, dass sie Arbeitnehmern aus der Metall- und Autoindustrie die Möglichkeit geben umzuschulen zu Lehrern, Pflegepersonal, Kindergärtnern.

 

Ich will sehen, dass das Aufrüsten gestoppt wird, die Rivalität, der Wettkampf um „höher, schneller, besser“.

 

Ich will erleben, wie sie Werte vermitteln. Menschlichkeit, Demut, Bescheidenheit, Achtung, Respekt und Mitgefühl statt Konkurrenz zu promovieren, Angst zu schüren und das Wirtschaftswachstum als ihr höchstes Ziel zu propagieren. Ich will, dass sie endlich verstehen, dass sie Vorbildfunktion und Pflichten und Verantwortung haben – ich will das erleben und zwar sowohl hier in Mainleus und Kulmbach als auch in Berlin, Brüssel, Tokio, Moskau und Washington … damit ich eine Zukunft habe.

  

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Das war Tra.Ku.La 2019

 

Nach der Sommerpause beschäftigte sich das Plenum im Wesentlichen mit der Rückschau auf das vergangene Jahr, was  ungefähr der Zeit entspricht,  die Tra.Ku.La besteht, nämlich seit April 2018. In dieser Zeit konnten wir einiges erreichen und auf die Beine stellen. 

 

Volksbegehren Artenschutz

Wir waren in der Zeit vor dem Volksbegehren Artenschutz  sehr aktiv und wurden in das Aktionsbündnis Artenschutz integriert, das aus mehreren Parteien, Verbänden und Vereinen besteht, die in Kulmbach und im Landkreis seit Jahren und Jahrzehnten unglaublich engagierte Arbeit leisten.  Im Zuge dessen haben wir Bekanntschaften und Freundschaften geknüpft und so war dieses Volksbegehren nicht nur für Bayern, sondern auch für Tra.Ku.La  in menschlicher Hinsicht sehr erfolgreich.

 

Neue Gruppen bilden sich

Selbsterntegarten

In diesem Jahr gründete sich der Selbsterntegarten beim Rangabauern, dessen Früchte in diesem Herbst schon geerntet werden können.  Der  Biobauer spricht in hoher Anerkennung über die Gruppe, der er dort ein Stück Land zur Verfügung gestellt hat und mit Rat und Tat zur Seite steht.  Die Gruppe konnte sich vor einigen Wochen über einen Artikel in der Bayerischen Rundschau freuen. s. Website

 

Gruppe Artenschutz

Es gründete sich die Gruppe Artenschutz, die einen Müllsammelpass für Kinder in Kooperation mit dem Landratsamt Kulmbach entworfen hat und an verschiedenen Sammelstellen ausgelegt und an Schulen und Kindergärten weitergeleitet hat. Er soll natürlich dazu beitragen, dass unsere Umwelt sauberer wird, soll aber auch das Bewusstsein wecken dafür, dass kein Müll weggeworfen wird. Die Gruppe hat lange daran gearbeitet und auch darüber erschien Artikel in der Bayerischen Rundschau. s. Website 

Mehrere von uns Kulmbacher Transitionern wollen uns an Sonntagnachmittagen zum Wandern und Müllsammeln treffen. Hinterher wollen wir irgendwo einkehren. Diese „Wandertage“ sind offen für alle und werden über unseren Verteiler und unsere Website angekündigt. 

 

Bestehende Gruppen bewähren sich

SoLaWi-Solidarische Landwirtschaft

Solawi ist in diesem Jahr angelaufen und funktioniert wunderbar. Selbst in diesem heißen und viel zu trockenen Jahr wurden die Teilhaber an der Solidarischen Landwirtschaft mit üppigen Ernteteilen bedacht.  Wir freuen uns, dass wir an diesem wunderbaren Projekt teilhaben können. s. Rundschauartikel auf der Website 

 

Bestehende Gruppen kommen einige Level weiter 

Foodsharing Bayreuth-Land

Foodsharing Kulmbach hat die Eierschalen hinter den Ohren abgeworfen und entwickelt sich stetig weiter. Die Gruppe funktioniert ausgezeichnet und zählt inzwischen knapp 20 aktive Mitglieder vor Ort. Auch über sie wurde ein Artikel in der Bayerischen Rundschau veröffentlich. s. Rundschauartikel auf der Website 

 

Spinnalto

die Künstlerstadt in der Spinnerei in Mainleus, erblühte im Juli schon zum zweiten Mal. Sie treibt immer mehr Zweige und Blüten aus. Sehr viel mehr Künstler und künstlerische Laien beteiligten sich diesmal daran und auch ein musikalisch-künstlerisches Programm begleitete diesmal die Präsentation. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr. s. Rundschauartikel auf der Website 

 

Urban-Gardening-Wettbewerb

Auch unser Urban-Gardening-Wettbewerb kommt zu einem ersten Abschluss. Gemeinsam mit den Kindern Einrichtungen, die von uns einen Pflanzkasten erhalten und diesen in unserem Sinne bepflanzt haben,  werden wir im Oktober im Konferenzsaal des Landratsamts eine Auslobungsfeier begehen. Dabei kam es der Gruppe besonders auf die Dokumentation an. Es war regelrecht rührend, diese anzusehen und zu erkennen, mit welchem Herzblut die Kinder dabei waren. Das spornt die Gruppe dazu an, diesen Wettbewerb im nächsten Jahr noch einmal anzubieten.  

 

Unsere neuen Verknüpfungen 

Campus Kulmbach

In diesem Jahr konnten wir zum Campus Kulmbach Kontakt aufnehmen.  Das Team vom Campus Kulmbach ist daran interessiert, dass die zahlreichen Veränderungen, welche die Entwicklung des Campus Kulmbach und der Fakultät 7 der Uni Bayreuth für Kulmbach mitbringen, gemeinsam behandelt werden sollen. In diesem Zusammenhang bewarb sich Tra.Ku.La mit gemeinsamer Anstrengung bei einer Stiftung, die die Kooperation von Bürgern und Universitäten fördern will. Wenn unsere Bewerbung Erfolg hat, können wir uns über eine kleine finanzielle Unterstützung freuen. Drücken wir die Daumen.  

 

Wandelwochen

Im Oktober bietet das Forum 1.5 der Bayreuther Universität, das man als Überbau der Transition- Town-Idee bezeichnen kann, die sogenannten Wandelwochen an. Diese haben das Ziel, Transitioners  und Universität zu verbinden und deren Erfahrungen in Workshops, Vorträgen oder anderen Präsentationsformen zu  vermitteln. Diese Wandelwochen sollen Menschen aus der Region zusammenführen, die dasselbe Ziel haben, und enden deshalb mit einer Party am Samstag. Neun Vorträge werden dort von Tra.Ku.La und den Sympathisanten angeboten. s. Programm auf der Website 

 

Fairer Landkreis

Noch ein Grund zu großer Freude: Der Landkreis Kulmbach ist als Fairer Landkreis ausgezeichnet worden. In dieser Woche fand im Rahmen eines herrlich abwechslungsreichen Programms und in sehr angenehmer humorvoller Atmosphäre die Auszeichnungsfeier statt, in der vor allem eines klar wurde, dass es ein langer mühsamer Weg war, bis dahin zu kommen und dass es viel Arbeit werden wird, diesen Weg weiter zu gehen.   Jetzt aber stehen viele Kulmbacher mit Rang und Namen hinter dem Gedanken, dass Kulmbach eine Region sein soll, die bio, fair und regional ausgerichtet ist. Besonders stolz sind wir darauf, dass wir zusammen mit der Klimabeauftragten im Landratsamt und weiteren HoffnungsträgerInnen gemeinsam in der Steuergruppe arbeiten durften und dürfen.  

 

Wir ziehen um!

Eine Veränderung wird es auch bei uns geben, die man aber auch als Highlight bezeichnen kann. Wir werden in das Haus der Geschwister-Gummi-Stiftung in der Negeleinstraße umziehen. Dort finden wir über ein Repaircafé, ein faires Café, einen SecondHand-Shop, einen Raum für Treffen und eine willkommenheißende Atmosphäre alles vor, was das  Transitionherz begehrt.  Wir wollen zunächst einmal mit den Plenen dort beginnen, werden aber weitere Wege der Zusammenarbeit ausbauen, die zu einem gemeinsamen Ziel führen. Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung und  sind dafür unendlich dankbar.  

 

 Wir freuen uns auf dein Kommen!

 

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